Studien und Veröffentlichungen

2023 State of Deepfakes - Realities, Threats, and Impact

Deepfakes sind eine wachsende Herausforderung in der digitalen Welt. Dieser Bericht in englischer Sprache bietet eine umfassende Analyse der technologischen Entwicklungen, Risiken und Auswirkungen von Deepfake-Technologie.

Die Untersuchung basiert auf der Analyse von fast 96.000 Deepfake-Videos, 85 spezialisierten Online-Kanälen und über 100 mit Deepfakes verbundenen Webseiten. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis dieser Technologie zu vermitteln und Individuen sowie Organisationen dabei zu unterstützen, verantwortungsvoll mit den Risiken umzugehen.

Der Bericht verdeutlicht die Bedrohungen durch Deepfakes und ihre möglichen gesellschaftlichen Folgen. Er trägt dazu bei, Bewusstsein für diese Form digitaler Manipulation zu schaffen und Schutzmaßnahmen zu fördern.

 

Mehr Infos unter: https://www.securityhero.io/state-of-deepfakes/#key-findings

Booklet zu Cybergrooming bei Kindern und Jugendlichen

Screenshot des Flyers
Screenshot des Flyers

Wenn Erwachsene sich im Internet gezielt an Minderjährige heranmachen, heißt das „Cybergrooming“. Kinder und Jugendliche werden dabei zum Beispiel aufgefordert, Nacktaufnahmen zu senden oder sich mit den Täter*innen im realen Leben zu treffen.

Das Booklet von Klicksafe gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen und unterstützt Eltern dabei, mit ihren Kindern über das wichtige Thema zu sprechen. Eine Infografik in der Mitte des Booklets gibt zudem einen Überblick über die relevantesten Fakten und Handlungsempfehlungen.

Download unter: https://www.klicksafe.de/materialien/und-dann-wollte-er-nacktfotos-so-machst-du-dein-kind-stark-gegen-sexuelle-belaestigung-im-netz-tipps-fuer-eltern

Flyer für Jugendliche zu Sextortion / Erpressung mit Nacktbildern

Screenshot des Flyers
Screenshot des Flyers

Klicksafe und die Beratungs- und Aufklärungsplattform JUUUPORT haben einen Flyer mit dem Titel „F***, ich werde mit Nacktbildern erpresst! So schützt Du Dich vor Sextortion“ herausgebracht. Das neue Informationsmaterial ist eine Reaktion auf zunehmende Sextortion-Fälle bei Jugendlichen. Der Flyer kann ab sofort auf den Websites beider Organisationen kostenlos heruntergeladen und bestellt werden: https://www.klicksafe.de/fileadmin/cms/download/Material/Ich_werde_mit_Nacktbildern_erpresst_flyer_klicksafe.pdf

BKA Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten

Straftaten gegen Frauen haben viele Facetten - allen ist gemein, dass sie oft nicht nur zu langfristigen Folgen für die betroffenen Frauen und Mädchen, einschließlich gesundheitlicher und psychischer Probleme, führen, sondern auch geschlechtsspezifische gesellschaftliche Ungleichheiten und Diskriminierung gegenüber Frauen mit oft weitreichenden Auswirkungen spiegeln und verstärken.

Erstmals zum Berichtsjahr 2023 wird das Lagebild geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichteten Straftaten veröffentlicht. Es stellt Zahlen aus unterschiedlichen Datenquellen zusammen, um umfassend darzustellen, dass Frauen und Mädchen in vielerlei Hinsicht Opfer von Straftaten und Gewalt werden - eben weil sie Frauen und Mädchen sind. Damit ermöglicht es einen Gesamtüberblick zu frauenfeindlichen Straftaten im Bereich der Politisch motivierten Kriminalität und zu Straftaten, die überwiegend zum Nachteil von Frauen begangen werden oder in ihrer Ausprägung primär Frauen betreffen.

 

Fachberatungsstellen und die Digitalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt

Buch: Geschlechtsspezifische Gewalt in Zeiten der Digitalisierung - Formen und Interventionsstrategien

Der bff verzeichnet seit Jahren einen Anstieg an Beratungsanfragen zu geschlechtsspezifischer digitaler Gewalt. Gemeinsam mit Nivedita Prasad, Professorin an der Alice Salomon Hochschule Berlin veröffentlicht der Verband 2021 ein umfassendes Grundlagenwerk zu der Problematik.

Digitale Gewalt kommt nicht nur im öffentlichen Raum vor, sondern auch in privaten Beziehungen – und hat in Kombination mit häuslicher und sexualisierter Gewalt eine deutlich geschlechtsspezifische Komponente. Durch Informations- und Kommunikationstechnologien haben Gewaltformen wie Doxing, Stalking, Hate Speech und Online-Belästigung und -Bedrohung stark zugenommen und durch die Nutzung des Internets ihre Wirkmächtigkeit verstärkt.

Die Beiträger*innen des Bandes liefern für den Umgang mit diesen Gewaltformen grundlegende interdisziplinäre Analysen und diskutieren sowohl juristische, technische und aktivistische Interventionen als auch Erfahrungen aus der Beratungspraxis. Dabei werden zentrale politische Änderungsbedarfe ausgemacht und entsprechende Handlungsoptionen aufgezeigt.

Neben der im transcript Verlag erschienenen Print-Version gibt es die Publikation auch kostenfrei als PDF im OpenAccess.

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Ergebnisse einer Umfrage unter Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen im bff

Im Frühjahr 2017 nahmen die Fachberatungsstellen, die dem bff angeschlossen sind, an einer Erhebung zu deren Erfahrungen und Einschätzungen zu digitaler Gewalt gegen Frauen und Mädchen teil.

Der bff veröffentlicht an dieser Stelle eine Expertise zur Auswertung der Umfrage. Die Expertise vermittelt einen Überblick über die Arbeit der Fachberatungsstellen zu digitaler Gewalt und bietet Informationen zu folgenden Punkten:

  • konkrete Gewaltformen, die momentan eine Rolle in der Beratungsarbeit spielen,
  • Fragen der Betroffenen, die Umgangsstrategien und rechtliche Schritte betreffen sowie
  • die Beschreibung bestimmter Lebenssituationen oder gesellschaftlicher Positionierungen, die Betroffene in einer spezifischen Form verletzbar machen.
  • Außerdem beantworteten die Fachberatungsstellen Fragen zu ihrer Kooperation mit der Polizei
  • sowie Fragen, die ihre Einschätzung bezüglich der Häufigkeit digitaler Gewalt und der Herausforderungen in ihrer Beratungspraxis betreffen.

Die Expertise schließt mit Forderungen des bff, die für die Umsetzung und Etablierung einer nachhaltigen Strategie gegen digitale Gewalt und für die Verankerung einer bedarfsgerechten Unterstützung von betroffenen Frauen und Mädchen notwendig sind.


Studie von Amnesty International zeigt alarmierende Folgen digitaler Gewalt gegen Frauen

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat im November 2017 die Ergebnisse einer Ipsos-Mori Umfrage veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen die Erfahrungen von Frauen im Internet und den Sozialen Medien mit digitaler Gewalt („abuse or harassment online“). Befragt wurden jeweils 500 Frauen zwischen 18 und 55 Jahren in Dänemark, Italien, Polen, Spanien, Schweden, Großbritannien, Neuseeland und den USA. Die Stichproben wurden so ausgewählt, dass die Ergebnisse der jeweiligen Länder für die Gruppe der Frauen repräsentativ sind. Fast ein Viertel der Befragten ist bereits mit sexistischen, frauenfeindlichen, beleidigenden und bedrohenden Kommentaren konfrontiert gewesen. Fast die Hälfte der Frauen, die eine Art der Online-Gewalt erlebt haben, fühlte sich daraufhin in ihrer eigenen Sicherheit oder um die ihrer Angehörigen bedroht. 60% der von digitaler Gewalt Betroffenen berichten, dass sie als Folge mit Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten und regelmäßig mit Panikattacken und Angstzuständen zu kämpfen hätten. Auch auf das Selbstbewusstsein wirkt sich die digitale Gewalt negativ aus. Bedeutend ist außerdem, dass mehr als drei Viertel der Frauen Verhaltensänderungen bei sich im Alltag und im Umgang mit der digitalen Welt feststellten.

Weitere Informationen auf der Seite von Amnesty International.